Stefanie Sonnleitner

Sous Chefin, Das Biohotel Der Daberer

„Die vegane Küche fasziniert mich aktuell am meisten.“ 

Fotos © Biohotel Der Daberer

Ich liebe es, neue Pfade zu gehen. Die vegane Küche fasziniert mich aktuell am meisten. Das Gemüse wird zum Star des Gerichtes und das ohne Substitute. Bis zur Perfektion braucht es viele Versuche, viel Wissen und Wiederholung. Routine führt bei mir zur Perfektion, in dem ich jedes Gericht immer wieder beurteile und an den Nuancen feile, bis es endgültig perfekt ist. Während eines Kreativprozesses muss ich sitzen, mich in die Theorie einlesen, versuchen und auch mal scheitern. Ich liebe auch den Austausch mit unserem Küchenchef Florian und dem Team. 

"Während eines Kreativprozesses muss ich sitzen, mich in die Theorie einlesen, versuchen und auch mal scheitern."

Stefanie kam mit 25 Jahren zurück in die Küche ihrer Mutter, um ihr unter die Arme zu greifen. Da im Service Personalnot herrschte, wurde die Schürze getauscht und sie war in der ersten Reihe bei den Gästen. „Das Gastgeben musste ich jedoch erst lernen, da ich in meiner Teenagerzeit nicht so gut mit Menschen konnte!“ Aber ich lernte es lieben und war schließlich acht Jahre im Service. Als 2017 ihr Papa verstarb, überlegten Mutter und Tochter, wie es mit dem Betrieb weitergehen sollte und fassten den Entschluss, das Restaurant mit Zimmern 2019 zu schließen. 

Für Stefanie war ihr nächster Schritt, ihre Bewerbung beim Daberer, schon immer glasklar. Eigentlich habe ich mich im Service beworben. Meinen Schnuppertag verbrachte ich in der Rezeption und zum Arbeiten begann ich als Sous-Chefin in der Küche. Dort spreche ich mit unserem Chef Florian die gleiche Sprache. Er hat damals selbst im Restaurant bei meiner Mutter gearbeitet. 

Sie selbst geht essen, um eine gute Zeit zu haben. Unser letzter Daberer Team Ausflug führte uns nach Berlin. Die Vielfalt, die Größe und einmal im Jahr der Besuch eines High-Cuisine Restaurants begeistert mich jedes Mal aufs Neue. „Mein Papa sagte immer – Raum ist Luxus!“ Dieser begeistert sie immer wieder in der Domäne Lilienberg. Mirjam Orasch erschuf dort mitten in Kärnten einen Ort, der an die Toskana oder Kalifornien erinnert.

"Es braucht nicht viel, nur gute Zutaten.".

Selbst isst sie am liebsten Pizza und Heimat schmeckt für Stefanie nach den Gerichten ihrer Oma. Ihre Schwestern waren schon damals Vegetarierinnen und bei Oma gab es oft Hirseaufläufe, Grünkernlaibchen und vieles mehr. Bei diesem Geschmack fühle ich mich wie zu Hause. Es braucht nicht viel, nur gute Zutaten.

Die japanische Herangehensweise ans Kochen, diese Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln und der respektvolle Umgang untereinander würde sie gerne einmal selbst erleben. Die Sous-Chefin bringt sich selbst gerne neue Techniken bei. Das scheinbar Komplizierte wird durch Wiederholung einfach, genauso wie die Präzision nach stetiger Wiederholung verlangt. 

Stefanies Stärken liegen in ihrem Zeitmanagement, der Ordnung und ihrer Selbstreflexion. Ersteres hat sie sich im Service angeeignet. Ihr innerer Timer ist stets für alle Tische gleichzeitig gestellt und sie weiß, wann der nächste Gang spätestens geschickt werden muss. 

Welche Frauen in der Kulinarik-Branche bewunderst du?

Mit Astrid Zerbst, meiner Ziegenkäse-Produzentin arbeite ich sehr gerne zusammen

Mit welcher Frau würdest du gerne an einem Tisch sitzen und plaudern?

  • Mit Brittney Griner. Sie ist Basketballerin und war für mich eine der ersten Frauen, die ich als Profi wahrgenommen habe. Brittney hat sehr viel für die Sichtbarkeit von Frauen im Basketball getan.
  • Und mit Megan Rapinoe. Sie gehört bei den US-Fußballerinnen zu der Gruppe, die für Equal Pay kämpft.

Kontakt

Stefanie Sonnleitner

der daberer. das biohotel

Sankt Daniel 32

9635 Dellach im Gailtal

Kärnten, Österreich

Tel.: +43 4718 590

st_sonnleitner@yahoo.com

www.biohotel-daberer.at