Emilia Orth-Blau

Inhaberin und Köchin bei Rosa und Marie Erlebniskulinarik

„Wir möchten Catering neu denken und Menschen mit Geschichten begeistern.“

Foto © Florence Stoiber
Foto © Jakob Stickler

Emilia ist heute 23 Jahre alt, Inhaberin und Köchin bei Rosa und Marie, dem PopUp/ Private Chef-Catering und vielfältigem Kulinarik-Betrieb der Extraklasse. Sie steht kurz vor dem Launch ihres neuen Erlebnis-Kulinarik-Konzepts rosaundmarie.at mit ihrer Partnerin Fiona. 

„Wir möchten Catering neu denken und Menschen mit Geschichten begeistern. Wir sind angreifbar und stehen mitten im Raum. Alles wird frisch vorm Gast gekocht, wir beantworten Fragen, tauschen uns aus und servieren kleine Portionen auf mehreren Tellern. Diese Interaktion mit Gästen nährt uns selbst und wir gehen glücklich am Abend nach Hause. Wenn ich nur einer Person ein Strahlen ins Gesicht zaubern kann, dann habe ich schon gewonnen.“

Ich kann ich sein“, das ist das Schöne an meinem jetzigen Beruf. Unsere Kund:innen erreichen wir durch unsere ehrliche Küche und Authentizität. Emilia erzählt, dass sie in ihrer Jugend oft aneckte und nie so recht Freundin von gesellschaftlichen und standardisierten Ansprüchen und Normen war.

Heute bin ich in meiner Küche 100 % ehrlich zu mir selbst, darf sein, wer ich bin und wie ich mich fühle und keiner kommt und sagt: Das ist nicht richtig. Ich bin ich und die Leute kommen und erfreuen sich noch daran. Etwas Erfüllenderes kann ich mir aktuell nicht vorstellen!“

Ihr Weg zur heutigen Köchin führte sie einerseits über die „Handmachküche“ ihrer Oma und andererseits über den klassischen Weg der Tourismusschule Modul. Nebenbei war sie begnadete Reiterin und gewann Wettbewerbe. Den Wendepunkt beschreibt Emilia mit dem Falstaff Talents Cup in ihrer Schulzeit. Plötzlich konnte sie sich mit 300 bis 400 Menschen ihres Alters messen und gewann prompt den 3. Platz. „Von da an wusste ich, das ist meine Passion, meine Berufung!“

Emilia ist heute 23 Jahre alt, Inhaberin und Köchin bei Rosa und Marie, dem PopUp/ Private Chef-Catering und vielfältigem Kulinarik-Betrieb der Extraklasse. Sie steht kurz vor dem Launch ihres neuen Erlebnis-Kulinarik-Konzepts rosaundmarie.at mit ihrer Partnerin Fiona. 

„Wir möchten Catering neu denken und Menschen mit Geschichten begeistern. Wir sind angreifbar und stehen mitten im Raum. Alles wird frisch vorm Gast gekocht, wir beantworten Fragen, tauschen uns aus und servieren kleine Portionen auf mehreren Tellern. Diese Interaktion mit Gästen nährt uns selbst und wir gehen glücklich am Abend nach Hause. Wenn ich nur einer Person ein Strahlen ins Gesicht zaubern kann, dann habe ich schon gewonnen.“

Ich kann ich sein“, das ist das Schöne an meinem jetzigen Beruf. Unsere Kund:innen erreichen wir durch unsere ehrliche Küche und Authentizität. Emilia erzählt, dass sie in ihrer Jugend oft aneckte und nie so recht Freundin von gesellschaftlichen und standardisierten Ansprüchen und Normen war.

Heute bin ich in meiner Küche 100 % ehrlich zu mir selbst, darf sein, wer ich bin und wie ich mich fühle und keiner kommt und sagt: Das ist nicht richtig. Ich bin ich und die Leute kommen und erfreuen sich noch daran. Etwas Erfüllenderes kann ich mir aktuell nicht vorstellen!“

Ihr Weg zur heutigen Köchin führte sie einerseits über die „Handmachküche“ ihrer Oma und andererseits über den klassischen Weg der Tourismusschule Modul. Nebenbei war sie begnadete Reiterin und gewann Wettbewerbe. Den Wendepunkt beschreibt Emilia mit dem Falstaff Talents Cup in ihrer Schulzeit. Plötzlich konnte sie sich mit 300 bis 400 Menschen ihres Alters messen und gewann prompt den 3. Platz. „Von da an wusste ich, das ist meine Passion, meine Berufung!“

„Ich kann ich sein“, das ist das Schöne an meinem jetzigen Beruf.
Foto © Florence Stoiber

Bei Christian Petz arbeitete sie drei Jahre auf 3 Hauben Niveau. Sie selbst sagt, dass Christian sie und ihren Kochstil bis heute am meisten geprägt hat. Das Schmoren ist auch zu ihrer Leidenschaft geworden. „Kurzbraten kann jeder, aber wahren Geschmack zu erzeugen, ist schon noch einmal eine Nummer darüber.“

Bei Moritz Stiefel in der Schweiz lernte Emilia das Prinzip des Fine Dinings und der Perfektion, alle Komponenten bei jedem Bissen zu vereinen. Diese Kunst begeistert sie bis heute. 

Heute kombiniert Emilia alles bisher Gelernte in ihrem eigenen Kochstil. Die Köchin liebt den tiefen Geschmack geschmorter Gerichte und kombiniert sie mit allen wichtigen Kontrasten in einem Bissen. Emilia würde ihren Kochstil als Alt Wienerisch in Kombination mit modernen Ansätzen beschreiben. Twists wie indisches Naan Brot mit vietnamesisch geschmortem Schweinebauch und saisonalem oder eingelegten Gemüse stehen immer auf ihrer Karte. Diese Cross-over-Freiheiten machen sie glücklich. 

Ihre Selbstständigkeit fußt inmitten des 2. Lockdowns. „Ich wollte einfach kochen und Menschen wie meine Oma mit Essen versorgen. Wir waren Teil der kritischen Infrastruktur und ich habe gemerkt, dass ich Menschen sehen muss, um selbst glücklich zu sein!“ Elisabeth Kolarik unterstütze sie dann bei ihrem ersten Bio-Pop-up im Prater. Drei Monate führte Emilia das Restaurant. „Es war ein Sprung ins eiskalte Wasser. Mein Resümee: Ich habe noch nie so schnell so viel gelernt und fand andererseits heraus, dass ich als Chefin keine Zeit mehr zum selber Kochen hatte und meine Gäste nicht mehr sah. Das machte mich nicht glücklich.“

Für Emilia stand fest: „Ich muss die Schwingung im Raum spüren und mit Menschen interagieren können.“ Daher gründete sie ihre eigene private Chef-Firma. Mit Erfolg. „Ich kochte für 8, 10 oder 12 Personen bei ihnen zu Hause, kaufte am Weg dorthin immer frisch ein und bereitete alles vor ihren Augen zu. Irgendwann wusste ich, dass es auch gerne größer sein darf und fand mit meiner Partnerin Fiona die perfekte Partnerin in Crime. Unser neuer gemeinsamer Auftritt steht kurz vor dem Launch. 

Wir spezialisieren uns auf Erlebnis-Kulinarik. Mein Bachelorstudium für Unternehmensführung schloss ich genau in diesem Bereich ab. Ich möchte Kulinarik ganzheitlich denken, vom Bauern oder der Bäuerin, über die Kund:innen bis hin zur Verarbeitung. Jede/r soll dabei erhalten, was er/sie verdient.“ Für ihr Projekt suchen sie aktuell eine Eventlocation, bei der eine Kochinsel mitten im Raum möglich ist. 

Ein Gericht, das Emilia zuletzt berührt hat, war der Hauptgang in Tim Raues Menü in Berlin. „Da rollte mir eine kleine Träne über die Wange. So eine Perfektion auf den Punkt gebracht habe ich noch nie gegessen. Dabei war ich schon in vielen Sternerestaurants zu Gast. Die Süße, Säure und Schärfe waren so perfekt und frech abgestimmt, dass das Gericht seinesgleichen sucht. In jedem Bissen konnte man unglaubliche Perfektion spüren und schmecken. Das ist für mich Passion und Leidenschaft pur.“

Emilias Kindheit hingegen schmeckt nach Kürbisnockerln: Süß-Sauer-Salzig. 

Dafür wird geschmorter Kürbis mit Ei, Mehl und Grieß zu einer Masse vermengt, Nockerl abgestochen und im Wasser gegart bis sie mit Butter, Balsamico und Parmesan serviert werden. Hört sich pervers an, ist aber sooo gut!

Foto © Florence Stoiber

Emilias Comfort Food ist das Essen, das sie nicht selber kochen muss. Ich bin ein großer Smashed Burger Fan. Inspiration holt sie sich in anderen Restaurants in Wien, wie zum Beispiel dem Lokal im Hof oder bei Frau Bernhard.

Überall dort, wo begeisterte Handarbeit auf Passion und die richtigen Produkte trifft, kann man was erleben.“

Ihre Skills würde sie noch gerne im Bäckerhandwerk und dem Brot backen ausbauen. Auch die Patisserie hat noch Platz nach oben und Emilia tastet sich derzeit ans Fermentieren heran. 

Auf persönlicher Ebene möchte sich Emilia ganz herzlich bei ihrer Partnerin Fiona bedanken. „Fiona ist mein Herzensmensch. Wir wohnen nicht nur zusammen, sondern arbeiten auch noch gemeinsam. Sie hat mich zu einem anderen Menschen gemacht und mir beigebracht, so wie es in den Wald hineinruft, so kommt es auch wieder zurück. 

Das hieß für mich, Vertrauen zu Menschen aufzubauen und ihnen nicht sofort auf die Zehen zu steigen. Ich definiere mich heute nicht mehr über meine Karriere, sondern über die Herzenswärme, die ich gebe und die mir entgegengebracht wird!“ 

Mit welcher Frau arbeitest du gerne zusammen?

Mit Fiona, meinem Herzensmenschen und Geschäftspartnerin. 

Mit diesen Frauen würdest du gerne einmal an einem Tisch sitzen?

  • Nina Mohimi
  • Anna Burghardt 
  • Katharina Seiser
  • Ana Ros
  • Mit jeder weiteren Köchin, weil sie einfach alle unendlich inspirierend sind, ihre eigenen Geschichten mitbringen, die sich meistens in ihren Gerichten widerspiegeln.

Kontakt

Rosa Orth-Blau

Rosa und Marie Erlebniskulinarik

https://www.rosaundmarie.at/

office@rosaundmarie.at

+43664  40 59 695