Christl Döllerer

Gastgeberin in Döllerers Stammhaus

„Gastgeben ist meine große Leidenschaft. Auch wenn ich Andreas nicht kennengelernt hätte, wäre ich heute unter Gästen.“

Das Wirtshaus | Kochbuch von Andreas Döllerer ©Joerg Lehmann
Foto © Doellerer_Helge_Kirchberger

„Bei neuen Mitarbeiter:innen spüre ich es und sehe es an ihren Augen, ob sie das Gastgeben lieben oder nicht. Jedes Mal, wenn ich nicht auf mein Bauchgefühl höre, müssen wir uns leider nach kurzer Zeit wieder voneinander trennen.“

„Gastgeben ist meine große Leidenschaft. Auch wenn ich Andreas nicht kennengelernt hätte, wäre ich heute unter Gästen.“

„Was es zum Gastgeben braucht, beantwortet Christl Döllerer mit der grundsätzlichen Liebe zu Menschen, dem gewissen Gespür und außerdem sollte man schon gerne täglich unter vielen Leuten sein“, lacht sie. 

Foto © Patrick Langwallner

Sie selbst zog es nach der Matura in der Tourismusschule in Klessheim nach England und Frankreich. Vor der Heimkehr in den elterlichen Betrieb in Salzburg wollte sie noch New York mitnehmen und prompt machte ihr das Leben einen Strich durch die Rechnung. Kurz vor dem Abflug lernte sie Andreas kennen. Die Liebe zueinander und die gemeinsame Chance bei Dieter Müller in seinem 3-Sterne-Restaurant in Bergisch Gladbach zu arbeiten, ließ sie bleiben. 

 

Meine Liebe zum Gastgeben

Ich wusste schon immer, dass ich im Servicebereich arbeiten werde. Auch wenn ich Andreas nicht kennengelernt hätte, wäre mein Leben heute kein anderes. Das Gastgeben erfüllt mich auf ganz vielen Ebenen. Das direkte Feedback der Menschen gibt mir jeden Tag neuen Auftrieb. Auch wenn ich Kritik bekomme, habe ich am Folgetag die Chance, es besser zu machen und neu anzufangen. Jeden Tag bewirten wir unterschiedlichste Gäste. Die Möglichkeit Fehler auszubessern und zu wachsen und das innerhalb eines Tages, kenne ich von keinem anderen Beruf. Ich könnte mir nicht vorstellen, drei Monate an einem Projekt zu arbeiten, um zum Schluss vielleicht eine negative Beurteilung zu bekommen. 

Bei Dieter Müller lernten wir beide das Meiste für unsere berufliche Laufbahn, ich im Service und Andreas in der Küche. Danach kehrten wir beide in unsere Elternhäuser zurück. 2004 übernahm Andreas die Küche und ich folgte ihm nach der Geburt unseres 2. Kindes 2007 ganz nach Golling. Vorher pendelte ich noch Hin und Her, bis ich eine endgültige Entscheidung traf. 

Aktuell beschäftigt Christl Döllerer die Aufrechterhaltung des Erreichten. „Wir bewegen uns in einem gewissen Preissegment, in dem die Herausforderung darin besteht, wegfallende Kund:innen durch neue zu ersetzen. Das braucht immer wieder neue Ideen. Werbung ist trotz unserer Bekanntheit unerlässlich. Meine Schwägerin und ihre drei Mitarbeiter:innen arbeiten täglich an Social Media, klassischen Werbemaßnahmen und das für das Restaurant, Wirtshaus, die Genusswelt und das Weinhaus. 

Das Wirtshaus | Kochbuch von Andreas Döllerer ©Joerg Lehmann

Neue Inspiration holt sich Christl Döllerer auf ihren Reisen. „Wir sind viel unterwegs. Jetzt im Herbst fliegen wir nach Japan, tauchen in neue Kulturen ein und sammeln neue Eindrücke, die wir zu Hause umsetzen können. Eigene Ideen kommen aber nur mit Abstand und deshalb ist uns eine jährliche Auszeit sehr wichtig. Gerade in der Natur hole ich mir immer wieder neue Inspiration für mein tägliches Tun!“ 

Ihre Kindheit schmeckte auf jeden Fall „süß“. „Meine Oma kochte immer Reisnudelauflauf, Dampfnudeln, Milchreis, Kaiserschmarren und vieles mehr.“ Die saure Komponente gab es stets bei ihrem Papa und einer deftigen Jause. 

Foto © Joerg Lehmann
Die Frage nach ihrem heutigen Comfort Food beantwortet sie sofort mit der “Rollgerstensuppe” von Andreas. “Wir haben im Sommer unseren Hochzeitstag, doch trotz hoher Außentemperaturen wünsche ich mir immer wieder diese Suppe.”

Mit welchen Frauen aus der Kulinarik Branche arbeiten Sie gerne zusammen?

Ich führe eine wundervolle Freundschaft mit Andrea Steiner vom Hotel Steiner in Obertauern, Susanne Dorfer-Bacher vom Landhaus Bacher, Susanne Rauch von den Geschwistern Rauch und Monika Tement vom Familienweingut Tement.

Mit welcher Frau würden Sie gerne einmal an einem Tisch sitzen und plaudern?

Mit Michelle Obama. Für mich geht sie schon immer ihren eigenen Weg, bewirkt Unglaubliches und das auf eine sehr unaufgeregte Art. On-Top ist sie die Frau an der Seite eines der wichtigsten Gestalter unserer Zeit. Das bewundere ich.

Themen

  • Gemeinsames Arbeiten als Familie und als Ehepaar

Kontakt

DÖLLERER

GENIESSERHOTEL . RESTAURANT

WIRTSHAUS . FEINE KOST

 Markt 56 . A-5440 Golling bei Salzburg

T: +43 (0)6244 4220

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